| Ein Rundflug im Twin |
|
|
| Geschrieben von Daniel Sachs dos Santos | ||||||||
| Montag, 27. April 2009 | ||||||||
|
Als Passagier nimmt man auf dem hinteren Sitz unseres Doppelsitzers Platz. Der Pilot macht noch seinen Startcheck, bei dem Klappen, Ruder und Instrumente überprüft werden, dann werden die Hauben geschlossen. Beim Windenstart wird das Segelflugzeug mit einem Stahl- / Stoffseil auf bis zu 500m über Platz gezogen. Das Seil hält dabei einer Belastung von mehreren tausend Kilogramm stand!
Das Seil wird an der
Rumpfunterseite in der Nähe des Fahrwerks eingeklinkt, der Windenfahrer
bekommt per Telefon Bescheid, dass es losgehen kann.
In ungefähr 3 Sekunden wird der Flieger auf 100 km/h beschleunigt, hebt sanft ab und beginnt den immer steiler werdenden Steigflug. Oben klinkt das Seil automatisch aus, der Flug kann beginnen.
Möglichst schnell sucht der Pilot Thermik, um Höhe zu gewinnen. An manchen Tagen fehlt diese leider komplett, dann geht es mit 2 m Sinken/s der Landebahn entgegen. An Tagen mit Sonnenschein entwickelt sich durch den aufgeheizten Boden aufsteigende Luft. Diese hebt das Segelflugzeug mit bis zu 5 m/s dem Himmel entgegen. Beim engen Kreisen in diesem Luftstrom, auch "kurbeln" genannt, wird dieser Effekt optimal ausgenutzt.
Klare Sicht ist ein Anlass für die Flugsicherung in Langen, dem Sektor Hahnweide und Alb eine sogenannte "Höhenfreigabe" zu erteilen. Damit ist der Weg auf die schwäbische Alb und für eine größere Runde frei. Nach meistens ungefähr 1 Stunde geht es für die Rundfluggäste zurück auf die Hahnweide, damit der Schulungsbetrieb fortgesetzt werden kann.
|
||||||||
| Letzte Aktualisierung ( Freitag, 8. Mai 2009 ) | ||||||||



















