| Mit dem DuoDiscus beim Klippeneck-Wettbewerb |
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Mit dem Förderverein Duo auf dem Klippeneck-Wettbewerb Bereits im Oktober letzten Jahres hatten drei Piloten der FG Nellingen, Oli Maier, Jochen Hörz und Daniel Schweizer, beschlossen dieses Jahr in der Doppelsitzerklasse einen Wettbewerb zu fliegen. Voller Vorfreude und überglücklich, dass wir den Flieger für den Klippeneck Wettbewerb bekommen haben, holten wir am Do. abend den BW1 Duo Discus auf unserem Heimatflugplatz Hahnweide ab. Noch am selben Abend hieß es erstmal uns nochmals mit dem eingebauten LX5000 vertraut zu machen und den Flieger für den Wettbewerb vorzubereiten. Da wir den Förderverein-Duo bereits im Juni für eine Trainingswoche nutzen durften, waren die Klippeneck Daten schnell eingespielt und wir hatten noch genug Zeit um das restliche Equipment in die Autos zu verladen, so dass es am Freitag direkt aufs Klippeneck gehen konnte. Gespannt blickten wir auf die vor uns liegenden Tage. Wie fliegbar wird das Wetter? Wie arbeiten wir als Team zusammen? Und welche Ziele sollen wir uns setzen?Eigentlich ganz einfach... Das Wetter nehmen wir einfach so wies kommt, ist sowieso für alle gleich. Die Cockpitplätze werden täglich durchrotiert, also jeder fliegt mal mit jedem zusammen. Und unsere Ziele sind dabei sein, viel zu lernen und natürlich die Flüge mit diesem tollen Flugzeug zu genießen. Mit dieser Devise gingen wir in den ersten Wertungstag. Die vielversprechende Wetterprognose unseres Meteorologen Jupp, bescherte uns eine Tagesaufgabe von 335km in den Osten hinaus. Vom Klippeneck nach Aalen über Stillberghof zurück zum Klippeneck. Aufgrund der späten Startzeit war uns klar, dass wir direkt nach Öffnung der Startlinie abfliegen müssen. Der erste Schenkel verlief relativ entspannt mit guten Steigwerten. Das Wetter wurde jedoch mit der Umrundung der ersten Wende schlechter und der Flug wurde anspruchsvoller. Im Pulk mit vier Maschinen ging es um die zweite Wende und auf den Heimweg zum Klippeneck. Ab Geislingen fanden wir dann endlich wieder den Anschluss an die Basis. Unter den Wolken gings dann mit Vollgas ans Klippeneck zurück. Unsere erste Aufgabe haben wir erfolgreich beendet und am Ende stand der 13. Platz in der Tageswertung. Wir waren zufrieden mit dem guten EInstieg in den Wettbewerb. Die Aufgabe am zweiten Wertungstag war der vom Vortag ähnlich. Ein 272 km Dreieck in östlicher Richtung mit den WP Giengen und Burgau. Bereits vor dem Abflug waren schöne Wolkenstraßen auf der Alb Richtung Osten zu erkennen, was uns auch dazu bewegte recht zeitig abzufliegen. Einige Km nach der Abfluglinie fanden wir uns in einer recht flotten Dreiergruppe wieder, mit welcher wir gemeinsam auch die erste Wende umrundeten. Bis hierher waren wir wirklich gut unterwegs. Ein 100er Schnitt. Doch leider waren hier auch die schönen Cumulanten zu Ende und wir flogen direkt mit Kurs Burgau ins Blaue hinein. Konstant bildeten sich immer wieder leichte Wolkenflusen, die uns die Bärte markierten. Leider mussten wir schnell feststellen, dass es jetzt Zeit wird die Handbremse anzuziehen. Die Bärte waren deutlich schwächer als noch auf dem ersten Schenkel und im Geradeaus konnte man ebenfalls nicht mehr mit Steigen rechnen. Der letzte Schenkel war an diesem Tag der entscheidende. Wir entschieden uns dafür wieder zurück in Richtung Westen zu fliegen, um bei Münsingen Anschluss an die Wolken zu bekommen. Einige Stockwerke tiefer und einen kleinen Schlenker ostwärts weiter, stand dann der Bart, der uns schon fast auf Endanflughöhe brachte. Ab hier gings dann wieder volle Fahrt voraus zum Klippeneck. Zufrieden mit unserem Flug freuten wir uns am Abend über einen vierten Platz in der Tageswertung. Dieser spülte uns in der Gesamtwertung auf den sechsten Platz und wir spürten, dass hier vielleicht noch mehr drin ist. Leider verschlechterte sich das Wetter, so dass wir ordentlich nass wurden auf dem Klippeneck und Montag und Dienstag nicht geflogen werden konnte. Während des Briefings am Mittwoch Morgen wurde uns von Jupp mitgeteilt, dass es ein kleines Wetterfenster geben wird. Die Doppelsitzer waren vorn in der Startaufstellung und damit war klar: Wir fliegen heute! Das Wetter besserte sich und im Feldbriefing wurde unsere Aufgabe nochmals modifiziert, dann gings auch schon los, 250km. Nach Burgau, über Leibertingen zurück ans Klippeneck. Bei relativ geringer Basis und wenig Sonneneinstrahlung wurde der Flug zum erwartet harten Kampf. Heute war ganz klar verhaltenes Vorfliegen und oben bleiben angesagt. Abschirmung und mieses Steigen prägten den Flug in den ersten eineinhalb Stunden. Nur durch das Fliegen großer Umwege weit ab vom Kurs konnten wir die frühe Außenlandung vermeiden. Im Osten ab Erbach erreichten wir etwas bessere Bärte und schöpften wieder Hoffnung. Da die Abschirmung beim Rückweg immer weiter reingezogen war, meldeten sich immer mehr Piloten ohne Zeitwertung an, und wir brachten in Erfahrung, dass es bisher noch keiner ans Klippeneck geschafft hatte und es vermutlich auch keiner mehr schaffen wird. Langsam wurde uns klar, dass wir die letzten unserer Klasse in der Luft sind. Nach mehr als viereinhalb Stunden und einem riesigen Umweg in den Süden versuchten wir jedes noch vorhandene Steigen mitzunehmen, um das fast Unmögliche doch noch möglich zu machen. Am Ende des letzten Bartes zeigte der Rechner +80m aufs Klippeneck. Ob das reicht?! Uns blieb nichts anderes übrig als abzufliegen. Leider blieb der Wunsch nach weiterem Aufwind unerfüllt und von den +80m waren nicht mehr viel übrig geblieben, was uns dazu zwang über die Albkante hinaus zu fliegen und auf den Hangufwind zu hoffen. Dieser blieb leider aus und der Flug endete nach fünfeinhalb Stunden in Denkingen, genau unterhalb des Klippenecks, auf der Wiese. Schade, 50m Höhe hätten vermutlich gereicht um das Klippeneck als Einziger zu erreichen. Trotzdem wurden wir für diesen tollen Flug mit dem Tagessieg belohnt, der uns in der Gesamtwertung schon auf Platz 4 brachte. Am Donnerstag war Dank des miserablen Wetters Alternativprogramm im Dornier-Museum Friedrichshafen angesagt. Hauptsache runter vom kalten, verregneten und nebligen Klippeneck. Am Freitag sollte das Klippeneck genau auf der Wettergrenze zwischen einigermaßen fliegbar und absolut unbrauchbar liegen. Zum Glück hat sich im Laufe des Tages die dichte Bewölkung in Richtung Osten verzogen und es war klar, dass es eine kurze Aufgabe am Rande des Schwarzwaldes geben wird. Klippeneck, Horb, Reiselfingen und zurück machen am vierten Wertungstag eine Distanz von 140km. Es stellte sich heraus, dass es wieder so ein Tag werden wird, an dem nicht alle die Strecke zu Ende bringen würden. Nach schnellem ersten Schenkel waren wir zügig wieder Richtung Reiselfingen unterwegs, als ab Villingen Schwenningen eine Abschirmung jegliche Einstrahlung für den Rest der Aufgabe verhinderte. Ein großer Teil des Pulks flog einen Bogen Richtung Westen in den Schwarzwald hinein, wo noch Sonneneinstrahlung zu erkennen war. Uns erschien dieser Umweg zu groß und wir entschlossen uns den letzten Bart bis zur Basis auszukurbeln, um dann die weite Gleitstrecke direkt zum Wendepunkt und wieder zurück in Angriff zu nehmen. Mit Sollfahrt reingleiten, blitzschnell wenden und mit Sollfahrt wieder raus Richtung Schwenningen. In 200m über Grund, mit dem Außenlandefeld in Sicht haben wir uns nach 40km Gleiten in einem Bart mit 0,1m/s festgebissen. Einige 18m Flieger steigen ca. 150m über uns ein und haben deutlich bessere Steigwerte. „Da kommen wir so leider nicht hin" waren wir uns einig und flogen weiter Richtung Flugplatz Donaueschingen. Hop oder Top. Einige waren hier noch tiefer und hatten nicht das Glück wie wir, den rettenden Bart noch zu erreichen. Erleichtert, dass wir der Außenlandung entkommen sind, landen wir als siebte der Tageswertung wieder auf dem Klippeneck, was immer noch den vierten Platz in der Gesamtwertung bedeutete. Der Abstand auf den Podestplatz betrug vor dem letzten Wertungstag aber nur noch 1 Punkt! Das Wetter am Samstag sollte gut werden. Die Aufgabe am 5. Wertungstag führte uns in den Westen nach Alpirsbach, Bretten, St. Blasien und wieder zurück ans Klippeneck und versprach ein würdiger Abschluss des tollen Wettbewerbs zu werden. Spannend war vor allem das Rennen um Platz 3 in der Gesamtwertung. Dennoch wollten wir den letzten Flug nochmals genießen und dann einfach mal schauen was am Ende dabei rauskommt. Hat ja bei den bisherigen Flügen auch gut geklappt. Mit einem Pulk aus 5-6 Maschinen ging es mit hohem Tempo um die erste Wende, und gute Steigwerte zeigten an, dass der Schwarzwald heute schnell überflogen wird. Vor Pforzheim standen dann die letzten Wolken, bevor es ins Blaue nach Bretten ging. Hier waren die Bärte etwas schwächer, dennoch konstant. Nach der Wende führte uns der Flugweg nahe am Rande des Sektors Poltringen wieder in den Schwarzwald Richtung Winzeln. Hier haben wir leider etwas Zeit liegen lassen, da wir etwas zu tief runtergeflogen waren und unsere liebe Mühe hatten der Außenlandung zu entgehen. Durch das Abgleiten haben wir ordentlich Strecke gemacht und uns dann mit einem guten Bart wieder nach oben unter die Wolken gearbeitet. Ab jetzt zogen die Wolken sehr gut und wir erreichten die Wende St. Blasien nur knapp hinter dem kleinen Pulk, den wir zuvor verloren hatten. Zum Klippeneck zurück gings dann unter einer Wolkenstraße entlang, die uns bald in Endanflughöhe aufs Klippeneck brachte. Nochmals alles aus dem Flieger herausholen und versuchen, die vor uns gelegenen noch einzuholen... Geschafft! Und mit einem schönen Überflug über den Hummelsberg endete dieser für uns sehr spannende und interessante Flug. Einerseits waren wir natürlich froh, dass wir diese Aufgabe so toll beendet hatten, doch andererseits wussten wir auch, dass das leider der letzte Flug auf dem Klippeneck mit diesem tollen DuoDiscus war. Wie schnell waren wir wirklich? Hat das tiefe Abfliegen uns doch Plätze gekostet? Wie schnell waren die Anderen? Das waren die Fragen, die wir beim ein oder anderen Bierchen während dem gespannten Warten auf die Tages- bzw. Gesamtwertung durchdiskutierten. Und dann endlich. Die Wertung ist da. Der 5. Platz in der Tageswertung bedeutete den Platz auf dem Treppchen in der Gesamtwertung. Das hatten wir uns zu Beginn des Wettbewerbs nicht zugetraut und dementsprechend groß war unsere Freude. Die Abschlussfeier ging noch bis in die frühen Morgenstunden. Rückblickend war dieser Wettbewerb ein voller Erfolg. Die Organisation war spitze, wir hatten tolle Flüge, haben eine Menge Erfahrung gesammelt, und haben die Woche mit lauter netten Leuten auf dem Klippeneck verbringen dürfen. Maßgeblichen Anteil an dieser tollen Woche hat der Streckenflug Förderverein des BWLV, der uns den BW1 DuoDiscus zur Verfügung stellte. Hierfür bedanken wir uns vielmals. Ohne diese Förderung wäre es uns nicht möglich gewesen am Wettbewerb teilzunehmen. |










